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Von Mai bis Oktober versuche ich, so die Zeit es erlaubt, täglich im Meer zu schwimmen. Möglichst dann, wenn der Strandrummel noch nicht begonnen oder bereits geendet hat. Ich leiste mir die Arroganz das Meer mit Wenigen zu teilen – außerdem blendet die Sonne beim Rückenschwimmen weniger, wenn sie nicht im Zenit steht.

Solitüde - Blick nach Osten
Da ich gerne und unbelehrbar außerhalb des Schwimmerbereichs unterwegs bin, erspare ich so auch den engagierten DLRG-Leuten und mir überflüssige Ermahnungen.
Ein weiter Grund ist, dass morgens und abends kaum Bootsverkehr auf der Förde ist, der mich in meinem Aktionsradius einschränken könnte. Da meine Ohren beim Schwimmen in der Regel unter Wasser sind, regestriere ich recht schnell, wenn sich ein Motorboot mit seinem kleinen hochtourigen Antrieb nähert. Zumeist ist vor Solitüde, meinem bevorzugtem Schwimmspot, allerdings kaum mit akustischer Belästigung zu rechnen – sodass ich teilweise sogar das Klirren der Ketten der Schwimmbereichsmarkierungen auf mehrere Meter hören kann.
Viel Raum für Fischgeplauder also.

Solitüde - Blick nach Westen

…nicht so in der Kieler Innenförde, wie ich vor Kurzem im Seebad bei Düsternbrook feststellen konnte. Unter Wasser herrschte ein permanentes Dröhnen in verschiedenen Frequenzen. Der Schiffsverkehr lieferte einen permanenten Klangteppich. Da trösten dann auch nicht die für Flensburger Verhältnisse traumhaften Badebedingungen – der Steg in Düsternbrook ist  mit Sonnenliegen, Strandkörben, Umkleidekabinen und Gastronomie ausgestattet – drüber hinweg. Der Eintritt von 2,90,- € für das Baden im akustischen Müll der Schifffahrt ist zu hoch – zumal die Wasserqualität angesichts des vielbefahrenen Hafenbeckens sicher nicht herausragend sein dürfte…

 

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