Mark Twain

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„Wenn du merkst, dass du zur Mehrheit gehörst, wird es Zeit, deine Einstellung zu revidieren.“

Mark Twain – Schriftsteller

Tom Sawyer und Huckleberry Finn waren Bücher, die ich aus dem Jugendbuchfundus meines Vaters übernahm. Die Erzählungen um die beiden Jugendlichen prägten mein Spielverhalten als Kind und manifestierten gewisse unpopulär gewordene Ideale von Freundschaft und Loyalität. Die geheimnisvolle Welt am Mississippi mit Alligatoren, Sklaverei, Säufern und Gaunern war wundervoll fremd und Phantasie anregend. Mark Twain wendete sich in seinen Werken gegen Rassismus, Sklaverei und allgemeine Heuchelei.

Später lernte ich die Satiren und Erzählungen von Mark Twain kennen, in denen er sich als genauer Beobachter seiner Umwelt darstellte und dieser scharfzüngig, pointiert und humorvoll aber nie zynisch den Spiegel vorhält.

„Bummel durch Europa“, „Die hässliche deutsche Sprache“ und „Die Eine-Millionen-Dollar-Note“ seien empfohlen.

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Mark Twain starb 1910, nachdem er seine Frau und drei seiner vier Kinder überlebt hatte.

Erich Kästner

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„Alles, was gigantische Formen annimmt,

kann imponieren – auch die Dummheit.“

 

Erich Kästner – Schriftsteller

habe ich ähnlich wie Mark Twain durch die alten Jugendbücher meines Vaters kennen gelernt. „Das fliegende Klassenzimmer“, diese Erzählung um Freundschaft und Aufrichtigkeit, war eines meiner Lieblingsbücher als Kind. „Emil und die Detektive“ sowie „Pünktchen und Anton“ waren weitere Klassiker, die ich liebte. Neben den Vorworten und Einwürfen, mit denen sich Kästner im Handlungsstrang der Romane an seine Leser wandte, schätzte ich die Zeichnungen von Walter Trier in den klassischen Ausgaben. Besonders mag ich die Szene aus „Pünktchen und Anton“, in welcher der Dackel Piefke, auf einem Stuhl am Esstisch sitzend, einen Klaps auf den Hintern bekommt und ganz auf die gedeckte Mittagstafel springt.

Kästner war Humanist und Antimilitarist. Seine Werke wurden von den Nazis als „wider den deutschen Geist“ eingestuft und öffentlich verbrannt. Kästner ging jedoch nicht ins Exil, sondern publizierte unter einem Pseudonym weiter. Er sah sich als Chronist in einer düsteren Zeit.

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Erich Kästner starb am 29. Juli 1974.

 

Casablanca

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habe ich natürlich gesehen, vermutlich auch öfter. Ausgesprochen beeindruckt hat mich der Film jedoch nie. Ästhetisch, ja, bestimmt und für Hollywood auch recht politisch und voll von Dialogen, die mittlerweile zum Sprachfloskelallgemeingut gehören – irgendwie Kult halt.

Trotdem sind Ingrid Bergmann und Humphrey Bogart das Kinopärchen schlechthin und sahen in dem Film einfach cool aus.

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Sophie Scholl

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Sophie Scholl – Studentin

Die Weiße Rose war eine Widerstandsgruppe im Dritten Reich, vermutlich die heute Bekannteste, welche mittels Flugblättern und Wandparolen versuchte das Hitlerregime von innen zu destabilisieren. Die Wurzeln der Gruppe, die sich überwiegend aus Studenten zusammensetze, lagen im Bürgertum (auch wenn die letzten Texte der Gruppe zunehmend sozialistisch geprägte waren) – sicher einer der Gründe für die anhaltende Bekanntheit; konsensfähiger Widerstand. Ein anderer Grund hierfür ist sicher darin begründet, dass die Mitglieder der Gruppe überwiegend junge Menschen waren und kurz vor Ende des Krieges noch hingerichtet wurden.

Sophie Scholl war eine von ihnen. Trotzdem wäre es falsch sie auf die Rolle der Widerstandskämpferin zu reduzieren. Tagebuchaufzeichnungen und Briefe zeigen eine sensible, künstlerisch begabte und die Natur liebende junge Frau. Als sie ihrem Bruder Hans zum Studieren (Biologie und Philosophie) nach München folgte, schloss sie sich dort der Gruppe an. Die Überzeugung zum Widerstand war für sie die Konsequenz aus einem tiefen empfundenen Humanismus und ihrer christlichen Überzeugung.

Sophie Scholl wurde, wie auch Christoph Probst und ihr Bruder Hans am 22.Februar 1943 durch die Guillotine hingerichtet. Eine Mitgefangene beschreibt sie am Tag ihrer Hinrichtung als „mit sich im Reinen.“

Franz K.

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Franz Kafka – Schriftsteller

Kafkas Hauptwerk wurde erst posthum durch seinen Freund Max Brod veröffentlicht. Die Manuskripte hatte Kafka ihm zum Vernichten überlassen.

Ich war um die zwanzig, als ich Kafka für mich entdeckte. Kafka ein hochsensibler, immer kränklicher Mensch, litt Zeit seines Lebens unter der Beziehung zu seinem dominanten Vater. Seine Beziehungen zu Frauen waren nicht minder kompliziert. Franz Kafkas Romane und Erzählungen sind geprägt von alptraumartigen, eben kafkaesken Bedrohungsszenarien. Beste Voraussetzungen um von einem jungen Mann in der Adoleszenz, emotional aufgewühlt durch Ablösungsprozesse, Sinnsuche und Bindungsversuche, mit Begeisterung gelesen zu werden.

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“, ist der erste Satz aus der „Verwandlung“ und eines der bekanntesten Zitate der Literaturgeschichte. Kafkas Protagonisten begehren nicht auf, sondern fügen sich in ihre Situation.

Kafka ist immer wieder interpretiert und adaptiert worden. Empfehlenswert ist eigentlich alles von ihm, sowie die Comicbiografie von Robert Crumb, die Comicadaptionen seiner Kurzgeschichten von Peter Kuper und die Interpretationen seiner Werke von der Theaterwerkstatt Pilkentafel.

Franz Kafka starb 1923 im Alter von 41 Jahren.

Wir werden gebraucht, Mrs. Peel!

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Damit hier mal wieder etwas passiert werde ich in der nächsten Zeit ein  paar Bilder der unten beworbenen Ausstellung posten. Das Konzept der Ausstellung sah ja vor, die eigene Biografie zu erforschen – daher gibt es zu Bildern auch immer noch ein paar kurze Texte. Die Ausstellung hat noch bis zum 31.05.2014 geöffnet und endet mit einem kleinen Workshop.

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Emma Peel – (Filmfigur, gespielt von Diana Rigg)

dürfte mir irgendwann in den späten 70ern im Fernsehen aufgefallen sein, als ich ausnahmsweise die für mich damals bisweilen recht gruseligen Schwarz-Weiß-Folgen von „Mit Schirm, Charme und Melone“ im Fernsehen sehen durfte. Ich vermute, dass mein Vater, der mir den Zugang zum Fernseher nicht verwehrte, ebenfalls für die Filmfigur schwärmte, die, neben überragenden Kampfsportfähigkeiten gepaart mit wissenschaftlichem Know How, durch Charme, Scharfzüngigkeit und eine großartige Sixties/70ties Garderobe auffiel – unvergessen der Ledercatsuite…

Es wäre gelogen zu sagen, dass Diana Rigg mein Weiblichkeitsideal geprägt hätte – beschäftigt hat sie mich aber sicher eine zeitlang in meiner frühen Pubertät. John Steed (Patrick Macnee), ihr Kollege im Agententeam, hatte vor und nach Emma noch andere Kolleginnen, die jedoch nie, so der allgemeine Konsens, an Mrs. Peel heranreichten.

Die britische Krimi-/Fantasie-/Agentenserie „Mit Schirm, Charme und Melone“ insbesondere die Folgen mit Diana Rigg sind herrlich altbackene Filme, die in Plot, Dekoration und Kostümen den Geist ihrer Zeit transportieren. Großartig auch die Nebencharaktere, mit denen häufig sehr liebevoll das Klischee des schrulligen Briten transportiert wird.

Diana Rigg arbeitet nach wie vor als Schauspielerin für Kino, TV und Theater und als Dozentin für Schauspiel.

 

 

Spuren – Street-Art aus Flensburg

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Es war ja lange ruhig – wird es wohl auch weiterhin bleiben. Familie, Arbeit , Haus und Hof lassen für berichtenswerte Abenteuer nicht viel Raum. Trotzdem möchte ich, nicht ganz uneigennützig, auf eine kleine Ausstellung in Flensburg aufmerksam machen. Spuren

Spuren2Ob das ganze nun Street-Art ist, wie in der Überschrift angekündigt, wäre zu diskutieren… weil hinter Glas und Indoor. Trotzdem, auch wenn Schablonentechnik deutlich älter ist, als die recht neue Genrebezeichnung “Street-Art”, dürften die Grundlagen der präsentierten Arbeiten nixdestotrotz auf der Straße liegen. Ein bisschen Street-Credibility sei hiermit versichert

Hier gehts zur Galerie. Vielleicht ja bis zum 29.03!

Provinz III – All überall auf den Tannenspitzen…

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Ich hatte den Beitrag schon vor einiger Zeit im Tageblatt entdeckt…FielmannDas ist doch endlich mal wieder eine gute Nachricht: “Tanne? Fielmann!” Interessant, wann künftige Generationen den Begriff Weihnachtsbaum durch Fielmantanne ersetzt haben…

Was weniger nervt ist die clevere Marketingstrategie einer Optikerkonzerns, der durch seine Gaben den eigenen Namen in unseren Gehirnen mit dem höchst emotional besetzten Weihnachtsfest verknüpft, sondern vielmehr die Bereitschaft des shz im Sommer eine solche Nachricht dankbar zu platzieren.

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